wie enstand eigentlich Boldt's Brauwerk?
Die Schwiegermutter war's.
Vor zehn Jahren schenkte sie ihren Schwiegersohn zu Weihnachten ein Bierbrauset. Ein Volltreffer, denn damit war seine Neugier geweckt. Als chemisch-technischer Assistent wollte er es genauer wissen, vertiefte sich in die Fachliteratur, besorgte die nötigen Zutaten und begann, selbst zu brauen.
Schon bald konnte er auch seine Frau für das neue Hobby begeistern. In der heimischen Küche entstand der erste Sud: 30 Liter Premierenbier, abgefüllt in 90 Flaschen und ein rundum glücklicher Familien und Freundeskreis.
Aus dem Hobby ist inzwischen ein kleines Unternehmen geworden. Unter der Marke Boldt’s Brauwerk bringen Celina und Tobias Boldt ihre Biere in den Handel.
Erhältlich sind sie unter anderem in ausgewählten Rewe- und Edeka-Märkten, in Hofläden und im eigenen Onlineshop. Auch Gastronomen haben das Hecht gute Bier bereits für sich entdeckt und bieten Diese bei sich im Lokal an.
Der Hecht ist also längst mehr als nur ein Motiv auf dem Etikett – er ist zum Markenzeichen einer echten Leidenschaft geworden.
Derzeit gehören das Nordische Ale und das Nordische Helle zum Sortiment. Die Philosophie der beiden ist dabei denkbar einfach: „Bei uns kommt nur ins Glas, was wir selbst gerne trinken.“ Oder, wie sie es selbst sagen: „Ehrliches Bier. Handwerklich gebraut. Ohne Firlefanz.“
Ihre Rezepte entstehen in Hechthausen – mit viel Tüftelei, Erfahrung und einem guten Gespür für Geschmack. Für das eigentliche Brauen setzen die beiden auf das Konzept des „Gypsy Brauens“. Statt eine eigene Brauerei zu betreiben, mieten Gypsybrauer die Anlagen anderer Brauereien und brauen dort ihren Sud ein. So können Celina und Tobias Boldt ihre Ideen verwirklichen, ohne an ein eigenes Sudhaus gebunden zu sein.
Rund 18.000 Liter Bier entstehen inzwischen pro Jahr. Und die Reise geht weiter: Im kommenden Jahr sollen es mehr als 20.000 Liter werden.
Auch abseits der Flasche ist der Hecht unterwegs. Celina und Tobias Boldt haben einen Pferdeanhänger zur mobilen Hechtbar umgebaut. Damit fahren sie zu Festivals und Firmenevents.